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Headquarter Sportalm  
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Headquarter Sportalm  
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Headquarter Sportalm  Foyer
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Headquarter Sportalm  Empfang
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Headquarter Sportalm  
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Headquarter Sportalm  Blick durch das Stiegen.
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Headquarter Sportalm  
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Headquarter Sportalm  Detail Stiegenbrüstung.
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Headquarter Sportalm  Glassystemwand - Trennung zw. Büroräumen & Gängen.
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Headquarter Sportalm  
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Headquarter Sportalm  
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Headquarter Sportalm  
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Headquarter Sportalm  
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Headquarter Sportalm  

Headquarter Sportalm
Wettbewerb 1. Platz

  • Bauherrschaft: Sportalm GmbH
  • Ort: Kitzbühel
  • Fertigstellung: 2014
  • Team: Ursula Ender, Marcus Ender
  • Projektpartner: Architekturbüro Dablander
  • Fotografie: Atelier Ender | Architektur, Hanno Mackowitz, 2quadrat
  • Errichtungskosten: 5.500.000 Euro

An der Stadteinfahrt nach Kitzbühel gelegen, zeichnet sich das bauliche Umfeld durch die typische Mischung von gewerblichen Dienstleistern und Produktionsbetrieben aus. Seit Jahrzehnten diesem Standort verbunden, ereilte auch die Firma Sportalm in Form von Erweiterungsbauten das Schicksal erfolgreicher Betriebe: der prominenteste Bauabschnitt, direkt  an der Straße gelegen, war daher auch der Erstgebaute und somit der Älteste. Die Firma Sportalm entschied sich 2011 für den Abbruch des ehemaligen Verwaltungs-gebäudes und die Auslobung eines Architekturwettbewerbs für einen Büroneubau an gleicher Stelle.

Der Neubau steht leicht abgerückt zur Stankt Johanner-Straße und offeriert einen freigespielten, leicht ansteigenden Vorplatz. Das Augenmerk liegt auf dem in Szene gesetzten Zugang, welcher durch den Anstieg vom Straßenniveau gelöst wird und durch die Materialität in weißen Sichtbetonbändern an das Gebäude angelehnt ist.  Ein in Form und Material dem Vorplatz entlehnter Brunnen bildet den Abschluss zur Zufahrt und begleitet den Besucher zum Haupteingang.

“Der Knick in der Hauptfassade verleiht dem Volumen Plastizität und dreht die Längsfassade in den Straßenraum und näher ins Bewusstsein der Passanten.“

Weiße Metallbänder gliedern den blau schimmernden Körper und begleiten das Volumen umlaufend. Die vertikale Position der Bänder in der Fassade löst das klassisch Geschoßhafte auf – Geschoßdecken und Brüstungen sind dadurch nicht mehr ablesbar.

Das Ergebnis bricht mit gängigen Konventionen wie Brüstungs- und Sturzhöhen und offeriert Bodenfenster, die den Kontakt zum Straßenraum wahren ebenso wie Deckenfenster, die den Fernbezug zur umliegenden Bergwelt herstellen, ohne auf Ausblicke in vertrauter Höhe verzichten zu müssen. Die Fassade reagiert sowohl gestalterisch als auch funktionell auf das Innere des Gebäudes.

Glas-Systemwand als Trennung zwischen Büros & Gängen
Das Prinzip der horizontalen Schichtung findet sich als tragender Entwurfsgedanke folgerichtig in den Büroinnenwänden wieder, die einem zweiten Filter gleich das Fassadenprinzip nach innen projizieren. Eingeschobene Möbelkorpusse in den eigens für die Sportalm entwickelten Glastrennwänden, schaffen gezielt Blickbeziehungen zum Gangbereich und bringen Tageslicht bis tief in das Gebäude. Die Büroräumlichkeiten bestechen durch klare Linienführung und funktionale Einfachheit. Um die Arbeitsbereiche blendfrei zu halten, wurde kein Arbeitsplatz direkt an der Fassade positioniert.

Das realisierte Farbkonzept ist bewusst zurückhaltend gewählt, ist der Bauherr doch Vertreter einer Branche mit halbjährlich wechselnden Kollektionen lebhafter Designs. Dem gegenüber präsentiert sich das neu errichtete Gebäude in schlichter, Eleganz und verzichtet gewollt auf temporäre Strömungen. Die Grundstimmung im Gebäudeinneren wird durch changierende Weißtöne bestimmt. Diese Haltung setzt sich im gesamten Innenraum fort, sei es beim weißen Terrazzo-Belag in den Erschließungsbereichen oder bei den in weiß gehaltenen Büros.
“Die Architektur wird zum Passepartout der im Inneren stattfindenden Prozesse.“

Die Entwurfsvorgabe des Firmengründers Wilhelm Ehrlich wurde somit wirkungsvoll umgesetzt: “Niemand, der Kitzbühel besucht soll die Firma Sportalm übersehen.“

 

Atelier Ender | Architektur