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Stallausbau in Lech  
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Stallausbau in Lech  
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Stallausbau in Lech  Terrassenüberdachung und Gartenzugang im Süden
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Stallausbau in Lech  
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Stallausbau in Lech  
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Stallausbau in Lech  
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Stallausbau in Lech  
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Stallausbau in Lech  
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Stallausbau in Lech  Arbeitsbereich auf dem Galleriegeschoß.
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Stallausbau in Lech  Durchblick vom 2. Obergeschoß über die Gallerien bis ins Erdgeschoß.
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Stallausbau in Lech  Zeites Obergeschoß mit offenem Bade- und Schlafbereich.

Stallausbau in Lech
Mehrfamilienhaus Familie Z.

  • Bauherrschaft: Familie Z.
  • Ort: Lech
  • Fertigstellung: 2001
  • Team: Marcus Ender

Das bestehende Stallgebäude ist mitten in der Gemeinde Lech am Arlberg, unweit der Kirche in eine eng verbaute Dorfstruktur eingebettet. Es stellte eines der letzten landwirtschaftlichen Gebäude in diesem zentrumsnahen Gebiet dar, auch wenn es dieser Funktion schon mehrere Jahrzehnte nicht mehr diente.

Der Bauherr beabsichtigte an Stelle des Stallgebäudes zwei Wohneinheiten zu errichten. Es sollte dabei vermieden werden die Kubatur zu verändern, um die geltenden gesetzlichen Abstände zu den Grenzen nicht anpassen zu müssen und wertvolle Freiflächen im Süden und Osten nicht schmälern zu müssen. Außerdem war bekannt, dass die künftigen Bewohner – die Töchter des Bauherrn – viele Kindheitserinnerungen mit dem Stallinneren und seiner Hülle verbanden. Erster Entwurfsgedanke war somit den Stall in seiner Kubatur bestehen zu lassen und die Wohneinheiten darin zu errichten.

In die bestehende Stallhülle wurden zwei jeweils dreigeschossige Wohnungen in einem Abstand von ca. 50cm hinter die bestehende Fassade gestellt. Außer dem Gebäudezugang im Norden, und einer Terrassenüberdachung im Süden sind um die bestehende Hülle keinerlei neue Bauteile zu sehen. Der komplette Neubau befindet sich eingebettet in das bestehende Stallvolumen. Die Wohnungen sind ähnlich zwei Reihenhäusern nebeneinander situiert und verfügen so über ebenerdige Garten-Zugänge. Die zwei Wohnungen wurden an sich spiegelgleich errichtet, in ihrer Materialisierung und Einrichtungsdetails unterschieden sie sich jedoch grundsätzlich.

Den Raumeindruck des früheren Stalls erhalten die Bewohner indem außer der Nordfassade alle Fronten des inneren, neuen Volumens völlig verglast werden. Die optische Begrenzung des Innenraums übernimmt somit die bestehende, 50 cm entfernte Holzfassade des Stalles. Der entstehende Zwischenraum kann begangen werden. Von ihm aus werden die Schiebeöffnungen in der Holzfassade bedient. In den Geschossdecken sind Öffnungen eingeschnitten, welche somit einen Durchblick auf die Höhe des früheren Stallgebäudes möglich machen.

Die Durchlässigkeit der bestehenden Stallfassade vor der Glasfront bewirkt ein malerisches Licht-und Schattenspiel im Inneren des Gebäudes und im Zwischenraum der Fassaden.

Atelier Ender | Architektur