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Lichtinstallation im Kunstraum Innsbruck

  • Bauherrschaft: Kunstraum Innsbruck
  • Ort: Innsbruck
  • Fertigstellung: 2003
  • Team: Ursula Ender, Peter Dokulil und das Lichstudio 1
  • Fotografie: Ursula Ender

Grundlage des Konzeptes war es, Licht als Übertragungsmedium für Information einzusetzen. Gezielt verwendetes Licht soll Informationen sichtbar machen oder verschwinden lassen. Besucher der Installation sollen sich aktiv auf die subtile Informationssuche begeben.

Physikalisches Prinzip : Jede Farbe [auch farbiges Licht] enthält eine klar definiertes Farbspektrum. Dieses Spektrum zeigt auf, wie viel Farbbereiche zu welchem Anteil in einer Farbe enthalten sind. Wenn beispielsweise in grünem Licht keine Rotanteile vorhanden sind, so erscheinen rote Gegenstände in diesem Licht schwarz. Dies stellte das Basisprinzip der Lichtinstallation dar. "Dark Green" und "Bright Red" sind Farben die ihre Farbfrequenzspitzen und auch Nullstellen in genau entgegengesetzten Richtungen aufweisen.

Inhaltlicher Träger : Ein Zitat von Paul Virilio brachte die inhaltliche Botschaft dieser Installation auf den Punkt: "DAS SEHEN IST NICHT MEHR DIE MÖGLICHKEIT ZU SEHEN, SONDERN DIE UNMÖGLICHKEIT, NICHT ZU SEHEN". Gibt es in unserem Zeitalter der vorübereilenden stroboskopischen Bilder und der televisuellen Mattscheibe noch eine sinnliche, bewusste Wahrnehmung?

Installation : Farbfolien in "Dark Green" an der Glaswand des Projektraumes filtern das einfallende Tageslicht. Zusätzlich wir dieser Effekt mit farbigen Leuchten verstärkt. An der Rückwand des Raumes wird farblich abgestimmt das Zitat von Paul Virilio aufgebracht. Die Buchstaben verschwinden im grünen Licht und können nur durch Beleuchtung mit der vorher ausgefilterten Farbfrequenz "Bright Red" wieder wahrgenommen werden. Dazu stehen den Besuchern Taschenlampen mit einer vorgesetzten roten Farbfolie am Eingang zur Verfügung.

Atelier Ender | Architektur