Hypobank Hohenems
Wettbewerb 2. Platz

Im vorgegebenen, umschreibenden Rahmen werden vier Volumen mit je einer eingeschnittenen Seite um einen vertikalen Lichthof rotiert. Der dadurch entstehende ungerichtete, markante Baukörper wird der exponierten Lage in unmittelbarer Nähe zur Kreuzung gerecht. Durch seine kraftvolle Figur wird er zu einem identitätsstiftenden Markstein, an diesem durch Verkehr stark geprägten Ort.

Hypobank Hohenems
Hypobank Hohenems
Hypobank Hohenems
Hypobank Hohenems

Die formgebenden Einschnitte reagieren in ihrer Lage auf die jeweilige Nutzungsanforderung der Geschosse.
Im Erdgeschoss entsteht Richtung Westen eine großzügig gedeckte Eingangssituation. Diese ermöglicht wettergeschütztes Kommen und Gehen und lässt das anschließende Foyer zum Vorplatz hin kommunizieren. In den Obergeschossen drehen die Einschnitte gegen den Uhrzeigersinn weiter, wodurch im obersten Geschoss Richtung Bodensee eine Dachterrasse entsteht.
Die Projektion aller Einschnitte bildet ein Quadrat, an welchem sich der konstruktive Raster des Gebäudes ausrichtet.

Lichthof als Herz des Gebäudes
In den Bankgeschossen bilden sich um den Lichthof galerieartig angelegte Kommunikationszonen und Wartebereiche, zu denen sich die Büroräume öffnen. Durch die so entstehenden Blickbeziehungen wird der Lichthof zu einem verbindenden Element zwischen den Nutzungsbereichen. Durch die seitliche Anordnung der internen Verbindungstreppe und des Empfangs entsteht ein großzügiges, frei bespielbares Foyer.

E R S C H E I N U N G   &   M A T E R I A L I S I E R U N G
Das Gebäude wird als Stahlbeton - Massivbau errichtet, was die Möglichkeit der freien Grundrissgestaltung schafft.
Die monolithisch gegossene Fassade wird nur durch Felder aus feinen, drehbaren Metall-Lamellen gegliedert, hinter denen die Belichtungsflächen der jeweiligen Geschosse liegen.
Räumlich geprägt wird das Volumen durch die vollflächig verglasten Gebäudeeinschnitte.
Eine Differenzierung entsteht durch den Einsatz von Metall-Lamellen als Sonnenschutz vor den zweigeschossigen Verglasungen. Einerseits treten die Öffnungen bewusst in den Hintergrund, andererseits bilden die dünnen Lamellen aus natureloxiertem Aluminium in ihrer unterschiedlichen Reflexion eine dezente Differenzierung zum Beton.

Als Kontrapunkt zur massiven Schale des Gebäudes erfolgt der gesamte Innenausbau mit heimischen Laubhölzern. Verschiedene Nutzungsbereiche (Büros, Mehrzweckraum) werden dabei subtil über die Holzarten differenziert.
Die Ausführung der Bodenbeläge erfolgt entsprechend der jeweiligen Nutzungen in einem Wechsel aus geschliffenen Betonböden und massiven Harthölzern.
Bestimmendes Element sind Laubhölzer, die im gesamten Gebäude als Wandverkleidungen zum Einsatz kommen.Der Empfang als zentrale Anlaufstelle bildet in Tombak einen harmonischen Kontrast zu den Wandverkleidungen aus Rüster, welche den Rahmen des Erdgeschosses bilden.Einzelne Wandflächen werden mit dem aktuellen Hypo-Pattern in Form eines Ornaments aus massivem Metall akzentuiert.Das Ornament wird teilweise hinterleuchtet, an anderen Stellen dient es als Filter dem Sichtschutz.

Der Einsatz von hochwertigen Materialien verleiht dem Foyer mehr die Stimmung einer Lobby als die einer Schalterhalle.


  • AuftraggeberHypo Vorarlberg Bank AG
  • OrtHohenems / Vorarlberg
  • Wettbewerb2019
  • TeamUrsula Ender, Marcus Ender, Cornelia Vonbun
  • RenderingsHof 437