Feuerwehrhaus Bings Stallehr
Wettbewerb 1. Platz

Das Grundstück an der Bingser Dorfstraße liegt genau im Übergang von kleinkörniger, durchgrünter Bebauung der Bingser Siedlungshäuser zu den großmaßstäblichen Volumen des Gewerbegebietes. Straßenraumprägend sind vorwiegend 2½-geschossige Fassaden in rhythmischen Abstand. Der vorliegende Entwurf orientiert sich an der städtebaulich kleingliedrigen Struktur und gibt dem bestehenden Nussbaum den angemessenen Raum.

74622 Feuerwehrhaus Bings - Stallehr
74622 Feuerwehrhaus Bings - Stallehr
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G E B Ä U D E S T R U K T U R
Die Gliederung des Neubaus erfolgt in zwei klar definierte und leicht zueinander versetzte Volumen. Der zweigeschoßige Baukörper mit kompakter Organisation sämtlicher Aufenthalts-, Umkleide- und Verwaltungsfunktionen sitzt markant im Kreuzungsbereich. Zurückversetzt wird die Fahrzeughalle parallel zur “Bingser Dorfstraße“ positioniert.
Durch Begrünung und eine Differenzierung der Beläge im Kreuzungsbereich entsteht ein Quartiersplatz mit Aufenthaltsqualität. Der Feuerwehrturm wird als Gegenüber zum Nussbaum im Nord-Westen in den Baukörper eingegliedert und markiert den Alarmeingang.

Kurze Wegführungen im Inneren des Gebäudes und die freie Blickachse vom Alarmzugang bis in den Kommandobereich
garantieren einen optimalen Funktionsablauf im Einsatzfall. Sämtliche Aufenthaltsbereiche sind großzügig natürlich belichtet und gleichzeitig vor sommerlicher Überhitzung geschützt.

E R S C H E I N U N G  &  M A T E R I A L I S I E R U N G
Ein vertikaler, lasierter Holzschirm umhüllt das gesamte Gebäude und lässt den Neubau als Einheit wirken. Lochfassaden mit großen Öffnungen bilden den Brückenschlag zur kleinmaßstäblicher Bebauungstypologie der Nachbargebäude.
Der Verwaltungsbaukörper wird als Holzbau errichtet. Raumoberflächen der Aufenthalts- und Schulungsbereiche werden mit
Holzoberflächen ausgestattet, während Werkstätten- und Garagenbereiche in Kombination aus Beton und Metall umgesetzt werden.

Ö K O L O G I E   U N D   Ö K O N O M I E
Wesentliche Faktoren für die Wirtschaftlichkeit in Errichtung und Betrieb sind die kompakten, klar geschnittenen Baukörper mit minimierter thermischer Gebäudehülle und eine schlanke Schnittstelle zwischen beheiztem Baukörper und der Fahrzeughalle.
Die Anordnung der Aufenthalts- und Schulungsräume im Norden verhindert sommerliche Überhitzung und macht den Einsatz von Klimatisierung und Sonnenschutz unnötig.
Diese Voraussetzungen garantieren Energieeffizienz und daraus resultierende, niedrige Betriebskosten. Zudem verspricht der Einsatz ökologischer und gleichzeitig widerstandsfähiger Baustoffe eine lange Lebensdauer und leistet einen positiven Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit.

 

  • AuftraggeberStadt Bludenz
  • OrtBludenz - Bings / Vorarlberg
  • Wettbewerb2022
  • TeamUrsula Ender, Nathalie Haspel, Marcus Ender
  • PartnerModellbau: blueprint-studio