Wohnanlage Kehrstrasse

Das Planungsgebiet liegt am stark nach Nord-Westen abfallenden Hangrücken der “Feldkircher Letzte“, unweit über der Verbindungsstraße von Feldkirch nach Liechtenstein. Im direkten Umfeld prägen überhöhte Ein- und Zweifamilienwohnhäuser mit hangbedingten Sockelgeschossen den Bebauungscharakter. Unmittelbar im Osten des Grundstückes ragt eine Steilböschung rund 10 Meter empor.
Die große Qualität des Bauplatzes liegt im beeindruckenden Panorama welches mit dem „Frastanzer Sand“ im Süden beginnt und sich über die Schweizer Bergwelt bis zum „Hohen Kasten“ im Nordwesten erstreckt.

66618 Wohnanlage Kehrstrasse Feldkirch
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G E B Ä U D E S T R U K T U R
 Der Entwurf nimmt die Topographie auf und staffelt 4 längliche Volumen versetzt in der Hangneigung nach oben, sodass 8 Wohneinheiten entstehen. Das Versetzen der Baukörper zueinander bildet großzügige Terrassen und gliedert den Baukörper in städtebaulich angemessene Volumen. Die Erdgeschosszone zur Zufahrt springt zurück und bietet Platz für die Autoabstellpätze. Durch die oberirdische Situierung der Unterstellplätze können beim Projekt umfangreiche Erdarbeiten im Hang für die Errichtung einer Tiefgarage gespart werden.

8  P E N T H Ä U S E R
Das Gebäude wird zentral erschlossen, wobei im Regelgeschoss nur zwei Wohnung pro Geschoss angeordnet werden. Alle Wohneinheiten sind nach Südwesten Richtung Panorama ausgerichtet. Morgensonne tritt über schlanke Fensterbänder an der Ostfassade in die Wohnungen.
Großzügig ausladenden Terrassen von bis zu 40m2 sind den vollflächigen Süd-West-Verglasungen vorgesetzt. Pflanztröge sind Raumabschluss der jeweiligen Terrassen und verwandeln alle Terrassen zu begrünten Gärten. In beiden unteren Geschoßen können die Terrassen der Gartenwohnungen direkt ans Gelände angebunden werden. 

E R S C H E I N U N G   &   M A T E R I A L I S I E R U N G
Schlanke Fensterbänder wirken wie Fugen in der Fassade und verstärken dadurch das Erscheinungsbild der zueinander gestaffelten Volumen. Das Motiv der liegenden Volumina wird durch eine horizontal gegliederte Holzfassade verstärkt.
Als weiteres, lineares Gestaltungselement dienen die den Terrassen vorgelagerten Pflanztröge. Sie bilden Vordächer aus und dienen durch deren Tiefe und Bepflanzung als Sichtschutz zw. den Etagen.

  • AuftraggeberI+R Schertler, Lauterach
  • OrtFeldkirch
  • Wettbewerb2018
  • Fertigstellung2020
  • TeamMarcus Ender, Ursula Ender, Cornelia Vonbun
  • FotografieAE | Architektur